ach einem Erdbeben im Jahre 1867, wurde die
ursprünglich 1790 im Kolonialstil erbaute
Hacienda atemberaubend restauriert. Am Anfang
beherbergte sie eine Textilwerkstatt und beschäftigte über
1000 einheimische Weber und Spinner. Als im späten
18. Jahrhundert die "bayetas", ein
typischer Stoff aus Pinsaqui, auf der Weltmesse
in Chicago ausgestellt wurde, kam endlich der
internationale Durchbruch.
Zur selben Zeit war die Hacienda ein Angel und
Drehpunkt der ecuadorianischen Geschichte, da
wichtige Leute wie zum Beispiel der General Simón
Bolivar den Ort zu besuchen pflegten. Auf seinen
militärischen Expeditionen zwischen Ecuador
und Kolumbien liebte es der General Bolivar sich
in dem Frieden und der Ruhe der Hacienda auszuruhen.
Damals war Gabriel Garcia Moreno President von
Ecuador und es gab viele internationale Schwierigkeiten
mit dem Nachbarland Kolumbien. Am 30. Dezember
1863 wurde endlich nach vielen fehlgeschlagenen
Friedensversuchen der "Friedensvertrag von
Pinsaquí " auf der Hacienda erfolgreich
unterschrieben.
In den letzten fünf Generationen pflegt
und unterhält die Familie Freile-Larrea
die geschichtsträchtige Hacienda. Umgeben
von weissen Steinmauern wird man beim Eintreten
von schönen Gärten, einem Springbrunnen,
der frischen Bergluft und einer bildschönen
Landschaft begrüsst. Tritt der Besucher
in das lichtdurchflutete Gebäude empfangen
ihn Wandmalereien und lodernde Kamine. Der Liebhaber
von Antiquitäten, Geschichte und Kunst wird
auf der Hacienda ganz auf seine Kosten kommen,
denn ein Grossteil der Möbel und Skulpturen
stammen aus Spanien. Diese brachte der Urgrossvater
aus Spanien mit, nachdem er seinen Dienst als
Botschafter dort beendet hatte. Der Besucher
kann unter anderem beeindruckende Kerzenständer,
Marmorfussböden, Zeitungsausschnitte aus
dem 18. Jahrhundert und das herrlich frische
Aroma der Blumen geniessen.
Traditionsmässig fördert die Hacienda
einheimische Tischmusik. So werden oft die Gäste
mit der Musik der einheimische
Otavaleños auf der Hacienda bestens unterhalten, und können
einen Hauch der warmen und herzlichen Kultur
dieser freundlichen Menschen geniessen. Wenn
sie in einer Gruppe kommen, bereitet der Besitzer
einen besondern Empfang für sie vor: am
frühen Abend läd er sie zu einem Begrüssungstrunk
in die Bar ein und betritt die Selbe kurz darauf
im Sattel seines Pferdes, um eine ganz persöhnliche
Anekdote der Hacienda zu erzählen. Danach
kann man sich selbst in den Sattel setzten, um
das Ereignis in einem Foto zu festzuhalten.
Trotz der Grösße und den geschichtsträchtigen
Ereignissen, behält und pflegt die Hacienda
ihre warme und herzliche Atmosphäre und
wird dem Besucher einen wundervollen Eindruck
hinterlassen.
Wie oben beschrieben ist das Landgut seit fünf
Generationen im Besitz und der Obhut der Familie
Freile-Larrea, welche sie persöhnlich empfängt
und ihnen gerne jederzeit behilflich ist.
Auf der Hacienda wird man schnell entdecken,
dass die Leidenschaft der Besitzer die Pferde
sind, so gibt es ein Springgelände und die
Wände sind mit vielen Pferdegemälden
geschmückt. Die Freile-Larreas sind eine
typische Haciendafamilie und werden ihren Aufenthalt
zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.